Der neue Bauminister will Innenentwicklung vor Ausweis neuer Baugebiete

In einem Schreiben an alle BürgermeisterInnen teilt er das deutlich mit.

Sanierungsobjekt

Der neue Bayerische Bauminister Hans Reichart setzt die Initiativen von Ilse Aigner fort und will dass Kommunen erst ihre Ortskerne auf Bebaubarkeit und Leerstand überprüfen, bevor unverbaute Natur mit neuem Baurecht versehen wird. In einem ersten Schritt sollen die Kommunen ihren Leerstand kartieren. Hierfür gibt es Geld vom Staat. Mithilfe dieses Datenbestands können die Städte und Gemeinden dann einen Maßnahmenkatalog erstellen. Der Freistaat fördert die Erhebung der Innenentwicklungspotentiale mit 60 Prozent, Projektstart für die auszuwählenden Kommunen ist 2019.

In einem zweiten Schritt sollen Kommunen dann für die unbebauten Flächen Baurecht ausweisen und ihre Ortskerne beleben. Wer bestehende Flächen wie Gewerbebrachen oder ein altes Industriegelände entsiegeln möchte, bekommt ebenfalls Gelder vom Freistaat. Insgesamt stehen hier 100 Millionen Euro bereit. Geld für Flächenrecycling gibt es aus der Förderinitiative „Flächenentsiegelung“. Rund 25 Millionen Euro stehen vom Freistaat zur Verfügung. Interessierte Gemeinden können damit Brachflächen aufwerten und das Wohnumfeld mit neuen Grün- und Freiflächen attraktiver gestalten. Außerdem hilft das Programm „Innen statt Außen“ Gemeinden beim Flächensparen. Satte 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt der Freistaat. Geld gibt’s für Projekte, die helfen, den Ortskern oder die Stadtmitte zu beleben. Allein 2018 stehen 75 Millionen Euro zur Verfügung. Besonders finanz- und strukturschwache Gemeinden erhalten sogar eine Förderung von bis zu 90 Prozent