Glyphosatfreie Gemeinde, Landkreis und Stadt

Erfolgreiche Kommunen und Landkreise. Sei kein Insektenkiller! Sei ein Schützer!

Unterhachinger Protest: Sei kein Bienenkiller

Musteranträge:
Der Bienenschützende Musterantrag und Alternativen (2017),  (Mitglieder melden sich vorher bitte an:) internes-Factsheet (2018, LT Fraktion)  können hilfreich sein.
Eine Musteranfrage  und ein Musterantrag 
Weil ohne Gift öfters im Jahr ausgerückt werde wird, kann es sehr sinnvoll sein, wenn Nachbargemeinden gemeinsam sich ein Gerät für die Heißwasswermethode anzuschaffen.
Den weitestgehenden Beschluss, was es Gifte angeht, gab es in Starnberg (DOWNLOAD Beschluss).

Auf Grund des großen Drucks hat nun auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund einen Musterantrag veröffentlicht . -> Download

Sehr verdächtig sind die Insektizide Chlothianidin, Thiamethoxam, Imidacloprid aus der Gruppe der Neonicotinoide. Sie werden als Beizmittel bei Getreide (konventionelle Landwirtschaft) verwendet und stehen im Verdacht ihre aggressive Wirkung auch gegenüber Tieren auszuwirken - auch Bienen. Sie lähmen oder töten Bienen bei niedrigen Dosen. (Milliardstel Gramm pro Bienen laut Dave Goulson, Uni Sussex).
Mai 2018: Eine auffallende Aktion im Penny markt Hannover-Langenhagen LINK

Die Kommunen entscheiden, ob sie Glyphosathaltige Mittel verwenden möchte, oder nicht.
Erfolgreich waren bisher - soweit uns bekannt (wir haben uns hier überwiegend auf Bayern konzentriert):

  • Stadt Dachau (März 2017) Beschlossener Antrag.
  • Regensburg
  • Erlangen
  • Burgkirchen, Erfolgreicher Antrag.
  • Dorfen
  • Weißenhorn (2016!)
  • Tutzing (2016!)
  • Bernau am Chiemsee LINK
  • Konstanz, gebundene und ungebundene Flächen
  • Pöcking, alle gemeindlichen Flächen
  • Gemeinden im Landkreis Rosenheim, sz 13.12.2017
  • Nürnberg, seit 30 Jahren-, mechanisch, Mulchen
  • Gräfenberg, Flächen und Bienenfreundliche Initativen
  • Prien (evtl. mit Nachbargemeinde ein Gerät)
  • Bruckmühl, Ausnahme: Bekämpfung Bärnenklau
  • Haßfurt
  • Ebern, (11:3((CSU))), Bauhof verzichtet grundsätzlich
  • Murnau und Oberau (2018). Anweisung an alle entspr. Stellen.
  • Hollfeld (2018), PM.
  • Würzburg: naturverträglichen Pflege; Ringpark und Friedhöfen (einschl. israelitischer Friedhof) per Infrarotgerät die Wege mit wassergebundenen Decke vegetationsfrei.
    Grünanlagen: keine Pestizide, kein Glyphosat. Wenige Ausnahmefälle in der Gärtnerei und der Baumschule sowie im Rosengarten Pilzkrankheiten mit Fungiziden.)
  • Fürth. Antrag leicht geändert.
  • Ochsenfurt (Mai 2018)
  • Landeshauptstadt Hannover seit 2001 Kleingartenverordnung (Herbizide)
  • Göttingen, seit 1988 Prestizide und Biozide. Ausnahme: Mittel gegen Blattläuse und Mehltau im Rosengarten und bei der Bekämpfung Herkulesstaude.
  • Leipzig: Presse.
  • Ingolstadt (Juni 2018), Meldung.
  • Landeshauptstadt München: Kein Glyphosat im Einsatz. Ausführliche Rückmeldung, 2016
  • Landeshauptstadt Wiesbaden (10.12.2017)
  • Landkreis Bad Kissingen, Jan 2018, auf eigenen Flächen, BürgerInnen informieren, Gemeinden anregen, es ihnen nach zu tun.
  • Landkreise Miltenberg
  • Landkreis Miesbach (dreiminütiger Filmbeitrag über Miesbach im BR). In Miesbach gilt das auch für landkreiseigenen Grünflächen von Krankenhäusern und Seniorenheimen.
    Gemeinden im Landkreis: Weyarn, Waakirchen, Gmund und Bad Wiesse, Kreuth, Warngau
    Mündliche Zusagen der Bürgermeister von Holzkirchen und Otterfing.
  • Landkreis Passau, für künftige Pachtverträge
  • Landkreis Landsberg (12/2017)
  • Landkreis Rottal-Inn, pestizid- herbizidfreie Pflegemaßnahmeplan,  Ackerflächen, Insektenfreundliche Bepflanzung, Empfehlung an die Gemeinden, insektenfreundliche Leutmittel, Projekt "Blühender Landkreis" mit allen Interessierten initiieren, Resolution an Staatsregierung Verzicht auf Pestizide und Förderung alternativer Bewirtschaftsmethoden. Antrag.
  • Landkreis Berchtesgadener Land. Besonderheiten wegen des Nationalparks (Antrag), BR-Presse.
  • Bezirk Oberbayern (mit kleinen Einschränkungen)


    Verpachtete Ackerfläche:

  • Dachau
  • Passau
  • Gräfenberg
  • Haßfurt
  • Maisach: Glyphosatverzicht als Rat; verpachtet wird nur noch mit Blühstreifen! Gemeinde stellt Flächen für Bienenstöcke zur Verfügung.
  • Bernau am Chiemsee
  • Starnberg
  • Ebern, 23 ha
  • Dresden
  • Koblenz und Mainz
  • Landkreis Rottal-Inn
  • Landkreis Landsberg a.L. (60 ha)

Weitere bundesweite Orte finden sich auf der Landkarte des BUND.

Kommunale Gärtnereien:
Prien
arbeitet Glyphosatfrei. Schriftliche Anfrage im Gemeinderat, 2016; Nachfrage 2017 (Gärtnereichef legt mit Vergnügen Wildblumen an, braucht keine Spritzmittel, einmal im Jahr mähen; preiswerter).
Regensburg: setzt kein Glyphosat ein. Link
Dorfen: Stadtgärtner ohne Gifte LINK zur SZ
Amberg: Link.
Unterhaching: nur an sehr schwer zugänglichen Stellen.
Heidelberg
ist die erste Ökozertifizierte! Gärtnerei.

Die Münchner Gartenordnung für Kleingartenanlagen:
verbietet jegliche Art von Schädlings- oder Unkrautbekämpfungsmitteln. Geht es mit Jäten nicht mehr, kann man zu Gas- und Bunsenbrenner oder heißem Wasser greifen. Eine andere Möglichkeit ist, Pflasterfugen mit Spezialmitteln zu versiegeln, damit unerwünschter Pflanzenwuchs gar nicht zustande kommen kann.
Kleingartenordnung-München: Torffrei, Kompostpflicht und Giftfrei.
Hessen und Rheinland-Pfalz hat im Landesgesetz auf öffentlichen Grünflächen, Plätzen und Wegen das Gift verboten!

Unterstützend:
LISTE DER GLYPHOSATHALTIGEN MITTEL
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel

Alternative Möglichkeiten:
In der Schweiz forscht man zum Glyphosatfreien Möglichkeiten für die Landwirtschaft. LINK
Auf Boden und Region abgestimmte direkte Grünsaateinsaat.

BUND-Aktion: "Pestizidfreie Kommunen
Bisher haben sich laut BUND über 50 Städte und Gemeinden in Deutschland entschieden, ihre Grünflächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat zu bewirtschaften.
Der BUND hat den Ratgeber "Die pestizidfreie Kommune" erarbeitet. In ihm wird das "Grundkonzept" dafür erläutert. Ebenso werden die wichtigsten pestizidfreien deutschen Kommunen vorgestellt. Die Broschüre kann HIER abgerufen werden.
Weitere Informationen:BUND, Themenseite "Pestizidfreie Kommunen: Es tut sich was"

Der Glyphosat-Report (Juli 2017) zeigt: Alle mit der Bewertung befassten Behörden, darunter das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), haben die Krebsbefunde systematisch weg interpretiert. Sieben der zwölf von den Behörden ausgewerteten Langzeitstudien belegen Krebsbefunde. BUND und Global 2000. Download.

Definition zu Pestitzide im Wikipedia.

Meldungen: künftig Glyphosatfrei

Ein Sammelsurium

Molkerei Goldsteig
verpflichtet seine Lieferanten auf glyphosatfreiem Anbau des Futters ihrer Tiere.

Naturkäserei Tegernseer Land

Die Milch-Zulieferer bestätigen schriftlich, dass sie das Totalherbizid auf ihren Höfen nicht verwenden.

Molkerei Bertesgadener Land:
Künftig keine Totalherbizide mehr für Milchlieferanten. LINK

Bergader, Waging a.S., Molkereiprodukte:
"Glyphosat wird in Gründlandbetrieben als Unkrautbekämpfungsmittel vorwiegend im Rahmen einer Einzelpflanzenbekämpfung in sehr niedrigen Dosen verwendet. Der flächige Einsatz auf Grünflächen ist ungewöhnlich und wird allein in Ausnahmefällen praktiziert. Das ist auch bei unseren Landwirten so.
Für unsere Landwirte ist die gesetzliche Situation verpflichtend – derzeit gibt es kein Verbot. Die Bergader Privatkäserei spricht an ihre Landwirte jedoch nachdrücklich die Empfehlung aus, Glyphosat nicht flächig auf ihren Grünflächen auszubringen."

MVS Sternenfair, Pfaffing, Molkereiprodukte:
"Unsere Milchlieferanten verzichten bereits seit 2016 komplett auf den Wirkstoff Glyphosat und schon immer auf die bienenschädliche Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide. LINK
Des Weiteren haben wir bei sternenfair noch zusätzliche Vorgaben zum Thema Bienen- und Insektenschutz. Aus diesem Grund tragen unsere Produkte das Siegel "Certified Bee Friendly" vom Berufsimkerverband für bienenfreundliche Bewirtschaftung der Flächen.
- Gentechnikfreie Fütterung (zertifiziert nach VLOG)
- Mind. 60% Grünland der Futterfläche
- Max. 30% Maisanteil in der Futterration
- Mähen nicht während der Bienenflugzeit zwischen 9-17 Uhr oder mit einer reduzierten Fahrgeschwindigkeit von max. 12 km/h
- Gestaffelte Grünlandnutzung
- Rapsspritzung nicht in der Vollblüte – Vorverlegung in das erste Drittel der Blüte
- Frühestmögliche Einsaat von Zwischenfrüchten
- Einsatz von Weißklee gegenüber Rotklee bevorzugen (Untersaaten)
- Jeder Landwirt betreut ein Umweltprojekt (Wildacker, Blumenwiesen ect.)

In Zusammenarbeit mit Herrn Haefeker, dem Vorstand der Deutschen Berufs- und Erwerbsimker und Präsident vom EPBA (European Professinal Beekeepers Association) verfassen wir auch mehrmals im Jahr eine Bieneninfo für unsere Landwirte.
Die Imkerei ist genauso komplex wie andere landwirtschaftliche Berufe. Deshalb sind wir bemüht uns immer auf den neuesten Stand zu bringen und informieren und sensibilisieren unsere Milchlieferanten."

Kommunbrauhaus in Neumarkt, Lkr Neustadt an der Waldnaab ist glyphosatfrei.




ÖBB will rasch aus Glyphosat aussteigen.

Meldung aus der APA vom 14. Dezember 2017

Seit rund drei Jahren wäre die österreichische Bahn mit NGOs und Greenpeace deswegen in Kontakt.
Seitdem habe sie ihren Glyphosatverbrauch halbiert, so schreiben sie in einem Statement.
Derzeit wird nur noch in den Innenflächen der Gleise gesprüht.
Man möchte in den nächsten Jahren ganz aussteigen und eine schonendere Möglichkeit finden um so den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden.

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