Glyphosatfreie Gemeinde, Landkreis und Stadt

Erfolgreiche Kommunen und Landkreise. Sei kein Insektenkiller!

Musteranträge:
Der Bienenschützende Musterantrag und das Hintergrundpapier (2015)  Factsheet-Intern (2017, LT Fraktion)  können hilfreich sein.
Eine Musteranfrage  und ein Musterantrag 
Weil ohne Gift öfters im Jahr ausgerückt werde wird, kann es sehr sinnvoll sein, wenn Nachbargemeinden gemeinsam sich ein Gerät für die Heißwasswermethode anzuschaffen.
Den weitestgehenden Beschluss, was es Gifte angeht, gab es in Starnberg (DOWNLOAD Beschluss).

Die Kommunen entscheiden, ob sie Glyphosathaltige Mittel verwenden möchte, oder nicht.
Erfolgreich waren bisher - soweit uns bekannt:

  • Stadt Dachau (März 2017)
  • Regensburg
  • Erlangen
  • Burgkirchen
  • Dorfen
  • Weißenhorn (2016!)
  • Tutzing (2016!)
  • Bernau am Chiemsee LINK
  • Konstanz, gebundene und ungebundene Flächen
  • Pöcking, alle gemeindlichen Flächen
  • Nürnberg, seit 30 Jahren-, mechanisch, Mulchen
  • Gräfenberg, Flächen und Bienenfreundliche Initativen
  • Prien (evtl. mit Nachbargemeinde ein Gerät)
  • Bruckmühl, Ausnahme: Bekämpfung Bärnenklau
  • Haßfurt
  • Ebern, (11:3((CSU))), Bauhof verzichtet grundsätzlich
  • Würzburg: naturverträglichen Pflege; Ringpark und Friedhöfen (einschl. israelitischer Friedhof) per Infrarotgerät die Wege mit wassergebundenen Decke vegetationsfrei.
    Grünanlagen: keine Pestizide, kein Glyphosat. Wenige Ausnahmefälle in der Gärtnerei und der Baumschule sowie im Rosengarten Pilzkrankheiten mit Fungiziden.)
  • Hannover seit 2001 Kleingartenverordnung (Herbizide)
  • Göttingen, seit 1988 Prestizide und Biozide. Ausnahme: Mittgel gegen Blattläuse und Mehltau im Rosengarten und bei der Bekämpfung Herkulesstaude.
  • Landkreise Miltenberg
  • Landkreis Miesbach (dreiminütiger Filmbeitrag über Miesbach im BR). In Miesbach gilt das auch für landkreiseigenen Grünflächen von Krankenhäusern und Seniorenheimen.
  • Landkreis Passau, für künftige Pachtverträge
  • Landkreis Landsberg (12/2017)
  • Landkreis Rottal-Inn, pestizid- herbizidfreie Pflegemaßnahmeplan,  Ackerflächen, Insektenfreundliche Bepflanzung, Empfehlung an die Gemeinden, insektenfreundliche Leutmittel, Projekt "Blühender Landkreis" mit allen Interessierten initiieren, Resolution an Staatsregierung Verzicht auf Pestizide und Förderung alternativer Bewirtschaftsmethoden. Antrag.

Weitere bundesweite Orte finden sich auf der Landkarte des BUND.

    Verpachtete Ackerfläche:

  • Dachau
  • Passau
  • Gräfenberg
  • Haßfurt
  • Bernau am Chiemsee
  • Starnberg
  • Ebern, 23 ha
  • Dresden
  • Koblenz und Mainz
  • Landkreis Rottal-Inn
  • Landkreis Landsberg a.L. (60 ha)


Kommunale Gärtnereien:
Prien
arbeitet Glyphosatfrei. Schriftliche Anfrage im Gemeinderat, 2016; Nachfrage 2017 (Gärtnereichef legt mit Vergügen, Wildblumen an, braucht keine Spritzmittel, einmal im Jahr mähen, preiswerter).
Regensburg: setzt kein Glyphosat ein. Link
Dorfen: Stadtgärtner ohne Gifte LINK zur SZ
Amberg: Link.
Heidelberg ist die erste Ökozertifizierte! Gärtnerei.

Die Münchner Gartenordnung für Kleingartenanlagen:
verbietet jegliche Art von Schädlings- oder Unkrautbekämpfungsmitteln. Geht es mit Jäten nicht mehr, kann man zu Gas- und Bunsenbrenner oder heißem Wasser greifen. Eine andere Möglichkeit ist, Pflasterfugen mit Spezialmitteln zu versiegeln, damit unerwünschter Pflanzenwuchs gar nicht zustande kommen kann.
Kleingartenordnung-München: Torffrei, Kompostpflicht und Giftfrei.
Hessen und Rheinland-Pfalz hat im Landesgesetz auf öffentlichen Grünflächen, Plätzen und Wegen das Gift verboten!

Unterstützend:
LISTE DER GLYPHOSATHALTIGEN MITTEL
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel

Alternative Mölgichkeiten:
In der Schweiz forscht man zum Glyphosatfreien Möglichkeiten für die Landwirtschaft. LINK
Auf Boden und Region abgestimmte direkte Grünsaateinsaat.

BUND-Aktion: "Pestizidfreie Kommunen
Bisher haben sich laut BUND über 50 Städte und Gemeinden in Deutschland entschieden, ihre Grünflächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat zu bewirtschaften.
Der BUND hat den Ratgeber "Die pestizidfreie Kommune" erarbeitet. In ihm wird das "Grundkonzept" dafür erläutert. Ebenso werden die wichtigsten pestizidfreien deutschen Kommunen vorgestellt. Die Broschüre kann HIER abgerufen werden.
Weitere Informationen:BUND, Themenseite "Pestizidfreie Kommunen: Es tut sich was"

Der Glyphosat-Report (Juli 2017) zeigt: Alle mit der Bewertung befassten Behörden, darunter das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), haben die Krebsbefunde systematisch weg interpretiert. Sieben der zwölf von den Behörden ausgewerteten Langzeitstudien belegen Krebsbefunde. BUND und Global 2000. Download.


Meldungen: künftig Glyphosatfrei

Ein Sammelsurium

Molkerei Bertesgadener Land:
Künftig keine Totalherbizide mehr für Milchlieferanten. LINK

Bergader, Waging a.S., Molkereiprodukte:
"Glyphosat wird in Gründlandbetrieben als Unkrautbekämpfungsmittel vorwiegend im Rahmen einer Einzelpflanzenbekämpfung in sehr niedrigen Dosen verwendet. Der flächige Einsatz auf Grünflächen ist ungewöhnlich und wird allein in Ausnahmefällen praktiziert. Das ist auch bei unseren Landwirten so.
Für unsere Landwirte ist die gesetzliche Situation verpflichtend – derzeit gibt es kein Verbot. Die Bergader Privatkäserei spricht an ihre Landwirte jedoch nachdrücklich die Empfehlung aus, Glyphosat nicht flächig auf ihren Grünflächen auszubringen."

MVS Sternenfair, Ofaffing, Molkereiprodukte:
"Unsere Milchlieferanten verzichten bereits seit 2016 komplett auf den Wirkstoff Glyphosat und schon immer auf die bienenschädliche Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide. LINK
Des Weiteren haben wir bei sternenfair noch zusätzliche Vorgaben zum Thema Bienen- und Insektenschutz. Aus diesem Grund tragen unsere Produkte das Siegel "Certified Bee Friendly" vom Berufsimkerverband für bienenfreundliche Bewirtschaftung der Flächen.
- Gentechnikfreie Fütterung (zertifiziert nach VLOG)
- Mind. 60% Grünland der Futterfläche
- Max. 30% Maisanteil in der Futterration
- Mähen nicht während der Bienenflugzeit zwischen 9-17 Uhr oder mit einer reduzierten Fahrgeschwindigkeit von max. 12 km/h
- Gestaffelte Grünlandnutzung
- Rapsspritzung nicht in der Vollblüte – Vorverlegung in das erste Drittel der Blüte
- Frühestmögliche Einsaat von Zwischenfrüchten
- Einsatz von Weißklee gegenüber Rotklee bevorzugen (Untersaaten)
- Jeder Landwirt betreut ein Umweltprojekt (Wildacker, Blumenwiesen ect.)

In Zusammenarbeit mit Herrn Haefeker, dem Vorstand der Deutschen Berufs- und Erwerbsimker und Präsident vom EPBA (European Professinal Beekeepers Association) verfassen wir auch mehrmals im Jahr eine Bieneninfo für unsere Landwirte.
Die Imkerei ist genauso komplex wie andere landwirtschaftliche Berufe. Deshalb sind wir bemüht uns immer auf den neuesten Stand zu bringen und informieren und sensibilisieren unsere Milchlieferanten."

Kommunbrauhaus in Neumarkt, Lkr Neustadt an der Waldnaab ist glyphosatfrei.




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