Landkreis fördert Vermittlung von sozialem Wohnraum: Wer Not hat, dem soll geholfen werden.

Landkreis Miltenberg, 2016

Klein aber mein (Symbolbild)

Kreistag dafür: die bei der Caritas angesiedelte Stelle zur Vermittlung von angemessenem Wohnraum fördern. Eine Anlaufstelle für Vermieter und Wohnungssuchende sei notwendig, Scherf wies auf ein erfolgreiches Modell, das sich im Landkreis Haßberge schon seit dem Jahr 2005 etabliert hat.
Derzeit gibt es im Landkreis Miltenberg 194 sogenannte Fehlbeleger – Flüchtlinge, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eigentlich aus der Erstaufnahme ausziehen und eigene Wohnungen beziehen müssten. Diese Personengruppe tue sich mit dem Finden von Wohnungen schwer.  Aber auch Hartz-IV- und Sozialhilfebezieher, Wohngeldempfänger und auch Menschen in der Schuldnerberatung ergeht es so.
Sollte eine Stelle eingerichtet werden, müsste der oder die Stelleninhaberin unter anderem folgende Aufgaben übernehmen:

  • Aktive Akquise von anmietbarem angemessenem Wohnraum
  • Entgegennahme von Vermieter-Angeboten des genannten Mietpreissegments   Angebote der Wohnbaugesellschaften einbeziehen
  • Vermittlung an Wohnungssuchende des genannten Personenkreises
  • Netzwerkarbeit (Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden / Gemeinden / Ehrenamtlichen / Beratungsstellen / Sozialleistungsträgern / Sozialpaten)
  • Öffentlichkeitsarbeit

Eine solche Stelle koste pro Jahr rund 40.000 Euro. Umgerechnet auf eine Stelle vom 1. Juni bis 31. Dezember 2016 würden auf den Kreis für sieben Monate Kosten von 25.000 Euro zukommen. Diese würden sich aus der Gesamtsumme (28.000 Euro) abzüglich eines zehnprozentigen Caritas-Eigenanteils errechnen.
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Jens Marco Scherf, Landrat Miltenberg