Energie aus dem Abwasserkanal

Eine neue, praxisbezogener Leitfaden des LfU zeigt anhand von 5 Schritten, wie es gehen kann

Kanaldeckel.pixabay

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Der neue Leitfaden für Kommunen wurde vom Landesamt für Umwelt erarbeitet und soll Kommunen helfen, ihren Beitrag zur Energiegewinnung, Unabhängigkeit und Klimaschutz zu leisten. Abwässer gibt es in allen Kommunen. Ein schrittweises Vorgehen zeigt, wie es gelingen kann. Vor rund 10 Jahren schon schlug das Thema Wellen. Vorreiter ist das Rathaus in Fürth, dass schon viele Jahre lang mit der Wärme aus dem Abwasserkanal geheizt wird; die Amortisationszeit betrug übrigens nur sieben Jahre und die gesamte Primärenergieeinsparung beträgt 67%. Aber auch aus dem Kläranlagenablauf kann viel Wärme geholt werden. Aber auch z.B. in Hochhäusern kann die ungenutzte Wärme die Wassertemperatur einer Gas-Brennwertheizung anheben. Ein Beispiel aus Berlin mit einem Hochhaus mit 36 Wohnungen zeigt es.

Im niederbayerischen Straubing wird eine Siedlung mit 102 Wohneinheiten mittels einen Rinnenwärmetauscher beheizt. So können jährlich 500.000 kWh gedeckt werden. Hier ist die Amortisationszeit von 15 Jahren kürzer als bei der Gebäudedämmung. In der Broschüre sind weitere konkrete Beispiele genannt, auch, wo Abwasserwärme zu Strom gewonnen werden kann, ebenso wie aus Abwasser Faulgas wird, das wiederum zu Strom gewandelt wird. Überhaupt gibt es für Kläranlagen viele Möglichkeiten Energie einzusparen und zu erzeugen.

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