Neues Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement"
200 Mio. Euro für starke Wälder

Nachhaltige Forstwirtschaft und eine flächige Biotopvernetzung werden gefördert. Waldnaturschutz nicht nur auf Stilllegungsflächen, sondern als Bestandteil der Forstwirtschaft.

Wald.pixabay

Wald.pixabay

Unsere Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Dürre, Hitze und Insektenbefall haben unsere Wälder aber vielerorts sichtbar geschwächt – derzeit leiden rund 400.000 Hektar Waldfläche in Deutschland an den Folgen der Klimakrise.

Das neue Förderprogramm:

  • Das neue Förderprogramm unterstützt ein Waldmanagement, das besonders klimaresiliente Wälder erhält und entwickelt.
  • Der Wald wird damit nicht mehr einzig nach seinem Holzertrag bewertet, sondern auch seine vielfältigen Leistungen für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen werden berücksichtigt: als Lebensraum für viele Lebewesen, als natürliche Klimaanlage, als Kohlenstoffsenke und Grundwasserlieferant.
  • Dazu investiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in den nächsten fünf Jahren über das Förderprogramm insgesamt 900 Millionen Euro in die Finanzierung von mehr Klimaschutz und mehr Biodiversität in den deutschen Wäldern.
  • Bis Jahresende 2022 stehen 200 Millionen Euro bereit.

Voraussetzungen:
Das Förderprogramm steht kommunalen und privaten Waldbesitzer*Innen offen

Wie kann ich die Förderung beantragen?
Förderanträge können ab 12. November – nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie im Bundesanzeiger – online bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gestellt werden

Voraussetzung für die Förderung ist eine Bewirtschaftung nach den folgenden elf bzw. zwölf Kriterien (Kriterium 12 verpflichtend ab über 100 ha Fläche)

  1. Vorausverjüngung ist Pflicht
  2. Vorfahrt für Naturverjüngung geben
  3. Standortheimische Baumarten verwenden
  4. Natürliche Entwicklung auf kleinen Freiflächen zulassen
  5. Größere Baumartendiversität schaffen
  6. Große Kahlflächen vermeiden
  7. Mehr Totholz für mehr Leben
  8. Mehr Lebensräume mit Habitatbäumen schaffen
  9. Größerer Rückegassenabstand: Begrenzung der Bodenverdichtung
  10. Pflanzen natürlich gesund erhalten
  11. Wasserhaushalt verbessern
  12. Raum für natürliche Waldentwicklung geben

Details zu den Förderkriterien gibt es auf der Seite vom Bundesministerium und alles zum Förderantrag findet sich HIER