Ergebnisse der Interims-Steuerschätzung September 2020

2020-07-interims Steuerschätzung

Der Bayer. Städtetag hat die Ergebnisse der aktuellen Septembersteuerschätzung auf die Auswirkungen auf die Bayerischen Kommunen umgerechnet und veröffentlicht. Im laufenden Jahr ist bei kommunalen Steuereinnahmen (netto) mit einem Einbruch um -9,8 Prozent auf 18,52 Mrd. Euro zu rechnen. Im Vergleich zur Mai-Schätzung (-11,1 Prozent) haben sich die Prognosen damit etwas verbessert.

Bei der Gewerbesteuer (Netto) gehen die Steuerschätzer für das laufende Haushaltsjahr nun von einem Einbruch um -18,5 Prozent aus (Mai-Schätzung: -19,6 Prozent). Damit würde das bayerische Gewerbesteuernettoaufkommen um 1,57 Mrd. Euro auf knapp 7 Mrd. Euro sinken. Der Bund und der Freistaat Bayern gewährt den Städten und Gemeinden Finanzzuweisungen zum pauschalen Ausgleich der Gewerbesteuermindereinnahmen 2020. Dafür werden voraussichtlich 2,398 Mrd. Euro zur Verfügung stehen, die noch im Jahr 2020 an die Städte und Gemeinden ausbezahlt werden sollen. Für das kommende Jahr (2021) kalkulieren die Steuerschätzer dann nach dem massiven Einbruch wieder mit einem deutlichen Anstieg um +17,9 Prozent (Mai-Schätzung: +23,6 Prozent).

Bei der zweitgrößten Steuereinnahmequelle, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, zeichnet sich aufgrund der pandemiebedingten Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt (Kurzarbeit, Anstieg der Arbeitslosigkeit) im Jahr 2020 unverändert ein deutlicher Einbruch ab. Allerdings hat sich die negative Prognose vom Mai (-7,9 Prozent) mit einem neuen Schätzwert von -7,4 Prozent etwas abgeschwächt.